Photovoltaik Förderung 2026: Die Landesprogramme im Detail

Zusatzförderungen der Bundesländer clever nutzen
Die Landesförderprogramme werden in der Regel über die jeweiligen Landesbanken (z. B. L-Bank in BW, IBB in Berlin oder NRW.BANK) verwaltet. Wichtig zu wissen: Diese Programme haben oft begrenzte Budgets. Ist der Fördertopf für das laufende Jahr leer, werden keine Anträge mehr bewilligt. Daher lohnt sich eine frühzeitige Antragstellung vor Beginn des Vorhabens.
Die attraktivsten Landesprogramme 2026 im Fokus
- ✓Baden-Württemberg: Das Land bezuschusst im Programm „Klimaschutz Plus“ PV-Dachanlagen in Kombination mit einer Dachbegrünung oder einer Solarthermieanlage.
- ✓Berlin: Das Programm „Solarplus“ fördert nicht nur die PV-Anlage selbst, sondern zahlt hohe Zuschüsse für die Installation von Batteriespeichern (bis zu 15.000 Euro im Mehrfamilienhaus) und die Erstellung von Machbarkeitsstudien.
- ✓Nordrhein-Westfalen: NRW fördert über das Programm „progres.nrw“ Batteriespeicher in Kombination mit einer neu installierten PV-Anlage sowie Ladeinfrastruktur (Wallboxen) für E-Autos.
- ✓Schleswig-Holstein: Das Förderprogramm „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger“ gewährt Direktzuschüsse für Batteriespeicher und Balkonkraftwerke.
Beispielhafte Förderhöhen ausgewählter Bundesländer
| Bundesland | Name des Programms | Was wird gefördert? | Maximale Förderhöhe (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| Berlin | Solarplus | PV-Anlagen, Speicher, Gutachten | Bis zu 30% der Kosten (max. 15.000 EUR) |
| Nordrhein-Westfalen | progres.nrw | Batteriespeicher + neue PV | 100 EUR bis 150 EUR je kWh Speicherleistung |
| Sachsen | Förderung Energie & Klima | Stromspeicher, Ladeinfrastruktur | Bis zu 1.000 EUR Pauschale für Speicher |
| Thüringen | Solar Invest | PV-Dachanlagen, Mieterstrom | Zuschuss je kWp installierte Leistung |
Wichtig: Das Kumulierungsverbot beachten
Nicht jede Förderung darf mit anderen Geldquellen kombiniert werden. Man spricht vom sogenannten Kumulierungsverbot. In den Richtlinien der Landesprogramme ist genau geregelt, ob ein Landes-Zuschuss neben einem KfW-Kredit oder kommunalen Zuschüssen in Anspruch genommen werden darf. Lesen Sie das Kleingedruckte oder fragen Sie einen Energieberater, um Rückzahlungsforderungen zu vermeiden.
Kommunale Förderungen als Geheimtipp
Neben den Ländern haben auch viele Großstädte und Landkreise eigene Fördertöpfe aufgelegt. So zahlen Städte wie München, Düsseldorf, Stuttgart oder Frankfurt am Main oft noch attraktivere Direktzuschüsse als die Länder selbst. Diese lassen sich meist hervorragend mit der zinsfreien Umsatzsteuer auf Solarkomponenten kombinieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann muss ich den Förderantrag beim Land stellen?▼
Fast alle Landesprogramme verlangen, dass der Antrag vor dem Kauf oder der Beauftragung des Handwerkers eingereicht wird. Erst wenn die Zusage (der Zuwendungsbescheid) vorliegt, darf das Projekt starten.
Gibt es noch Förderung für Batteriespeicher?▼
Ja, viele Bundesländer konzentrieren ihre Förderung speziell auf Batteriespeicher, da diese zur Entlastung der Stromnetze beitragen. Reine PV-Anlagen werden im Bestand seltener direkt bezuschusst, da sie bereits von der Einspeisevergütung profitieren.
Gilt die Mehrwertsteuerbefreiung auch für Landesförderungen?▼
Der Umsatzsteuersatz von 0 % auf Photovoltaik-Komponenten ist ein Bundesgesetz. Er gilt unabhängig davon, ob Sie zusätzlich Zuschüsse des Landes oder der Kommune erhalten.