Einspeisevergütung 2026: Aktuelle Sätze und Wirtschaftlichkeit im EEG

Das Prinzip des EEG: Investitionssicherheit für 20 Jahre
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das wichtigste Instrument zur Förderung von Solarstrom in Deutschland. Der größte Vorteil: Die Vergütungssätze werden zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme für die vollen 20 Jahre festgeschrieben. Zukünftige Absenkungen betreffen Sie als Betreiber einer bereits laufenden Anlage also nicht. Das gibt Ihnen eine extrem hohe Kalkulationssicherheit für Ihre Investition.
Eigenverbrauch (Überschusseinspeisung) vs. Volleinspeisung
- ✓Überschusseinspeisung: Sie verbrauchen so viel Strom wie möglich selbst. Nur der Rest wird eingespeist. Da selbst erzeugter Strom (ca. 8-12 Cent Herstellkosten) deutlich günstiger ist als Netzstrom (ca. 30-35 Cent Einkaufspreis), liegt hier der größte Hebel für Wirtschaftlichkeit.
- ✓Volleinspeisung: Der gesamte erzeugte Strom wird ins Netz geleitet. Hierfür erhalten Sie einen deutlich höheren Vergütungssatz pro Kilowattstunde. Dies lohnt sich vor allem bei sehr großen Dachflächen oder reinen Renditeobjekten ohne nennenswerten Eigenverbrauch.
Aktuelle EEG-Vergütungssätze 2026 (Richtwerte)
| Anlagengröße (Leistung) | Überschusseinspeisung (Cent/kWh) | Volleinspeisung (Cent/kWh) |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | ca. 8,0 Cent | ca. 12,7 Cent |
| 10 bis 40 kWp | ca. 7,0 Cent | ca. 10,7 Cent |
| 40 bis 100 kWp | ca. 5,7 Cent | ca. 10,7 Cent |
Die Degression der Vergütungssätze
Die Sätze der Einspeisevergütung sinken halbjährlich (jeweils zum 1. Februar und 1. August) um einen bestimmten Prozentsatz (die sogenannte Degression). Wer seine PV-Anlage früher in Betrieb nimmt, sichert sich dauerhaft die höheren Sätze. Zögern Sie den Anschluss also nicht unnötig heraus, sobald die Montage abgeschlossen ist.
Amortisation: Wann rechnet sich die Solaranlage 2026?
Eine typische 10 kWp Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus inklusive eines 8 kWh Speichers kostet 2026 rund 15.000 bis 18.000 Euro. Durch die Einsparung von jährlich ca. 3.000 kWh teurem Netzstrom und der Vergütung für ca. 6.000 kWh eingespeisten Strom amortisiert sich die Anlage meist nach 8 bis 11 Jahren. In den verbleibenden 10+ Jahren der garantierten Vergütung erwirtschaftet die Anlage puren Gewinn.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Lohnt sich eine Solaranlage 2026 überhaupt noch bei den geringen EEG-Sätzen?▼
Ja, absolut! Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt heute kaum noch an der Einspeisevergütung, sondern primär am Eigenverbrauch. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen den teuren Stromeinkauf beim Versorger.
Kann ich von Überschusseinspeisung auf Volleinspeisung wechseln?▼
Ja. Das EEG erlaubt es Betreibern, einmal pro Kalenderjahr die Veräußerungsform (Überschuss- oder Volleinspeisung) zu wechseln. Dies muss dem Netzbetreiber vorab gemeldet werden.
Erhalte ich die Einspeisevergütung auch bei einem Stromausfall?▼
Nein. Wenn das öffentliche Stromnetz ausfällt, schalten sich Standard-Wechselrichter aus Sicherheitsgründen ab, um Handwerker im Netz nicht zu gefährden. Eine Einspeisung findet in dieser Zeit nicht statt.